Wie E-Commerce Seiten mit Duplicate Content umgehen sollten

E-Commerce Seiten mit Duplicate Content optimieren

Duplicate Content – was ist das und wieso ist es wichtig? Warum ist Duplicate Content gerade für E-Commerce Seiten wichtig? Was muss man dabei beachten? Dieser Artikel liefert die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Duplicate Content im E-Commerce.

Inhalt

  1. Über Duplicate Content
  2. Was ist Duplicate Content
  3. Konzentrieren Sie sich darauf einzigartige Seiten zu erstellen
  4. Aufräumen von URLs zur Vermeidung von Duplicate Content
  5. Festlegen der entscheidenden Keywörter
  6. Schlussfolgerung

Über Duplicate Content

2005 wurde Duplicate Content in der SEO-Branche erstmals zum großen Thema.

Als nächstes wurde 2013 von einem Google Angestellten verkündet, dass 25% bis 30% der Inhalte im Internet Duplicate Content sind. Dies ist auch ok so.

Dennoch müssen die Effekte von Duplicate Content beachtet werden. Vor bei Suchmaschinenoptimierung gibt es hier viele Einflüsse.

Früher bestand die Möglichkeit durch strategisches „Keyword Stuffing“ in Google ganz oben zu erscheinen. Dabei wurden alle wichtigen Keywörter auf eine Seite gepackt und das möglichst oft. Dies ging sogar soweit, dass Webseitenbetreiber Keywörter in nicht sichtbare Elemente geschrieben haben. Die Besucher haben davon nichts gemerkt. Google hingegen scannt diese Wörter beim durchsuchen der Webseite.

Aber auch Google ändert sich mit der Zeit. Der Algorithmus ist wesentlich komplexer geworden und lässt sich nicht mehr so leicht austricksen.

Für den Nutzer war das sowieso nie gut.

Heutzutage ist wesentlich mehr Aufwand nötig um in Google auf Seite eins zu erscheinen. Eine andere Möglichkeit als SEO ist natürlich auch Werbung.

In diesem Artikel geht es darum, wie Duplicate Content die Rankings beeinflusst. Duplicate Content ist vor allem für E-Commerce Seiten wichtig.

Was ist Duplicate Content?

Bevor wir darüber reden, wie man mit Duplicate Content umgehen zunächst eine Definition.

Auch wenn der Begriff selbsterklärend klingt handelt es sich hier um ein komplexes Thema.

Dazu erstmal dieses Zitat von Google:

Duplizierte Inhalte sind umfangreiche Inhaltsblöcke, die anderen Inhalten in derselben oder einer anderen Domain entsprechen oder auffällig ähneln. Im Allgemeinen besteht dabei keine Täuschungsabsicht. Zu nicht böswillig duplizierten Inhalten gehören beispielsweise:

  • Diskussionsforen, die sowohl reguläre als auch vereinfachte, auf Mobilgeräte ausgerichtete Seiten erzeugen,
  • Shopartikel, die über mehrere eindeutige URLs angezeigt oder verlinkt werden, und
  • Druckversionen von Webseiten.

Es handelt sich einfach gesagt um Inhalte, die gleich oder sehr ähnlich sind. Unter der Voraussetzung, dass es hierbei keine böswilligen Absichten gibt.

Später geht Google in dem Artikel darauf ein, dass es keine Bestrafung für Duplicate Content gibt.

Duplicate Content an sich schadet also nicht der Suchmaschinenoptimierung.

Google hat dies sogar mehrfach an verschiedenen Stellen gesagt. Für Interessierte gibt es folgendes Frage und Antworten Video von Google zu dem Thema:

Der wichtigste Punkt ist hier, dass es keine direkten Nachteile durch Duplicate Content gibt.

Sie sind indirekt.

Denn es ist erheblich aufwändiger bei solchen Seiten SEO durchzuführen.

E-Commerce Seiten erstellen ihre Inhalte häufig angelehnt an die Produktbeschreibungen. Vielen Unternehmen im Internet verwenden dazu die selben.

Google bestraft also nicht den Duplicate Content an sich. Daraus folgen jedoch andere Probleme für Google:

Zunächst weiß Google nicht, welche Version der Seite indexiert werden soll.

Als nächstes verwässert es die Bedeutung der Backlinks der Seite.

Daraus folgt, dass die Suchmaschine nicht weiß, wo sie welche Seite listet.

Probleme für den E-Commerce

Besonders für E-Commerce Seiten ist das ein Problem. Die Produkt Seiten, die häufig Duplicate Content aufweisen, sind auch die Seiten die das Geld einbringen. Aus diesem Grund soll Google sie möglichst auf oben listen.

Das Problem hierbei ist, dass Suchmaschinen in den seltensten Fällen Duplicate Content in den Suchergebnissen anzeigen. Angenommen zwei Seiten haben nun nahezu den selben Inhalt. Das könnten zum Beispiel zwei Online Shops sein, die das gleiche Produkt verkaufen.

Daher listet Google nur die „beste“ Version der Seite. Dadurch erscheinen weniger Duplikate auf der ersten Seite. Verkauft man ähnliche Produkte, die an verschiedenen Zielgruppen ausgerichtet sind kann man sich sogar selbst ausstechen.

Schlussfolgernd lässt sich sagen: Es gibt keine direkte Bestrafung von Google für Duplicate Content. Doppelte Seiten werden aber nicht angezeigt. Aus diesem Grund ist es wichtig für E-Commerce Seiten als Unikate aufzutreten. Eine andere Möglichkeit ist, den Seiten einen Mehrwert über den doppelten Inhalt hinaus zu geben.

Konzentrieren Sie sich darauf einzigartige Seiten zu erstellen

Dieser Punkt steht in direktem Widerspruch zum Konzept von Duplicate Content. Aber das ist einfach die Lösung um das Problem zu umgehen.

Wenn jemand große Mengen an Inhalt kopiert, sieht Google das für gewöhnlich einfach als Kopie einer anderen Seite. Google will den Nutzern helfen, indem es eine dieser Seiten aussucht und darstellt.

Das ist aber nicht, was Betreiber von E-Commerce Seiten wollen.

Damit das nicht passiert muss man sichergehen, dass jede Seite für sich steht.

Es gibt einige wichtige Möglichkeiten um Produkt Seiten als individuellen Inhalt erscheinen zu lassen.

Dazu zählen unter anderem individuelle Bilder, die nach Möglichkeit auf keiner anderen Seite verwendet werden.

Darüber hinaus eine Art von Social Proof. Also Bewertungen für das Produkt, die nur auf dieser Seite gültig sind. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass das Produkt auf der Seite eines Konkurrenten genau die selbe Bewertung erhält. Dazu noch mit der selben Anzahl an Bewertungen.

Auch bei ähnlichen Produkten muss man darauf achten verschiedene Beschreibungstexte zu verwenden. Nimmt man überall den selben und tauscht nur ein paar Begriffe oder Abmessungen aus zählt das trotzdem als doppelte Inhalte.

Das alles dauert in der Erstellung und Pflege der Produkte länger. Dafür ist es den Mehraufwand deutlich wert. Denn wenn Nutzer die Produkte nicht finden, werden sie die Produkte auch nicht kaufen.

Aufräumen von URLs zur Vermeidung von Duplicate Content

Nachdem die Inhalte aufgeräumt sind ist es wichtig nach anderen Stellen zu sehen. Denn Duplicate Content kann sich überall verstecken.

Eine Suchmaschine sieht auch in Session IDs, tracking URLs, druckerfreundliche Seiten oder Kommentare.

Auf diese Elemente kann man für gewöhnlich nicht verzichten. Aus diesem Grund ist es wichtig deutlich zu machen, was das Original ist und was die Kopie.

Sehen wir uns mal folgende URLs an:

  • www.meinewebseite.de/produkt
  • meinewebseite.de/produkt
  • http://meinewebseite.de/produkt
  • https://www.meinewebseite.de/produkt
  • https://meinewebseite.de/produkt

Ein Webentwickler wird sofort sagen, dass es sich um die selbe Seite handelt.

Eine Suchmaschine hingegen sieht hier fünf Seiten mit Duplicate Content.

Die Lösung hierzu ist eine Architektur. Es gibt 4 Möglichkeiten anzuzeigen, welche Seite hier gelistet werden soll:

  • Nutzen eines rel=“canonical“ Tags auf den HTML Seiten
  • Übertragen eines rel=“canonical“ HTTP Headers
  • Angabe in der Sitemap von kanonischen Seiten
  • Verwenden von 301 Weiterleitungen auf veralteten Seiten

Auch blauvoll nutzt diese canonical Tags. So steht auf der Hauptseite im Header:

<link href="https://www.blauvoll.de/"rel="canonical">

Dadurch wird deutlich, dass die für Google entscheidende URL unter „https://www.blauvoll.de/“ zu finden ist. Nutzer können diesen Link auch nur über „blauvoll.de“ oder „www.blauvoll.de“ aufrufen. Gelistet wird von Google jedoch nur der Link unter „https://www.blauvoll.de/

Festlegen der entscheidenden Keywörter

Hat man ähnliche Seiten oder Produkte, zählen diese schnell als Duplicate Content. Daher ist es wichtig die entscheidenden Keywörter für diese Varianten herauszufinden. Diese müssen das Produkt oder die Seite von anderen Unterscheiden.

Natürlich müssen sie weiterhin auch relevant für die Nutzer sein.

Verkauft man beispielsweise verschiedene Trinkflaschen ist es wichtig die Unterschiede deutlich heraus zu stellen. Sucht jemand bei Google nur nach Trinkflaschen wird vermutlich höchstens einer der Produkt Seiten angezeigt.

Sucht man hingegen nach 1 L Trinkflaschen erscheint die richtige Produktseite. Das gleiche gilt für andere Größen, Farben, Verschlüsse und viel mehr.

Es ist also wichtig zu wissen, welche Variante die Nutzer suchen. Danach muss die jeweilige Seite auch ausgerichtet sein.

Ein Beispiel dafür wären 0,5 L Trinkflaschen. Die Nutzer wissen vielleicht noch gar nicht, wie viel Liter ihre neue Trinkflasche aufnehmen soll. Sucht ein Käufer zum beispiel nach kleinen Trinkflaschen, so wäre die 0,5 L Flasche durchaus angebracht.

Also sollte man „kleine Trinkflasche“ und ähnliche Begriffe in seiner Produktbeschreibung verwenden.

Dadurch differenziert sich das Produkt von anderen Trinkflaschen. Darüber hinaus kann es bei relevanten Suchanfragen besser gelistet werden.

Schlussfolgerung

Es gibt viel zu Duplicate Content zu wissen. Das sollte einen jedoch nicht davon abhalten sich damit auseinander zu setzen.

Besonders im E-Commerce bereich kann dieses Wissen die SEO einer Seite stark beeinflussen.

Die beste Art mit Duplicate Content umzugehen ist, gar nicht erst Duplicate Content zu erstellen. Darüber hinaus sollten URLs aufgeräumt sein und kanonische Tags gesetzt werden. Zuletzt hilft es durch gezielte Nutzung von Keywords einzelne Seiten voneinander abzugrenzen.

Durch befolgen dieser drei einfachen Schritte ist es möglich verschiedene Seiten mit ähnlichen Produkten und Duplicate Content auf Google zu listen.

Das wiederum bedeutet langfristig Wachstum und Verkäufe für das Unternehmen.

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